Akkutankstelle
Die Idee, eine größere Anzahl von Fahrzeugen als Pacecars einzusetzen, findet in den USA derzeit immer mehr Anhänger. Dort setzt man auf die freiwillige Selbstverpflichtung der Autofahrer, sich strikt an die Geschwindigkeitsregeln zu halten, was eine positive Rückwirkung auf die übrigen Fahrzeuge hat.

Noch wirksamer ist es, die Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge automatisch orts- und situationsbezogen festzulegen. Die Technik dafür steht bereit, es ist lediglich eine Frage der Vernunft und der Verantwortung.

Sicherheit

Sicherheit ist ein wichtiges, aber sehr komplexes Thema: Aktive und passive Sicherheit, Partnerschutz, Unfallvermeidung, Sicherheit des Gesamtsystems. Oft hört man Halbwahrheiten wie:

Das schwere Fahrzeug ist das sichere! Wer daran glaubt, glaubt konsequenterweise auch, dass vom Fahrrad mehr Gefahr ausgeht als vom Lkw.

Physikalisch ist eher das Gegenteil wahr:

Wären alle Fahrzeuge leicht wie Vogelfedern, könnten wir blind über die Straße gehen.

Die Physik zeigt, je mehr Masse und je mehr Geschwindigkeit, desto mehr Zerstörungsenergie. Leichtigkeit und geringe Geschwindigkeit bringen mehr Sicherheit für alle. Das ist die wichtigere Hälfte der Wahrheit.

Leider aber gibt es einen Sonderfall: Wenn es kracht, wenn sich also zwei Fahrzeuge treffen, ist aus physikalischen Gründen der Insasse im schweren Fahrzeug sicherer als der im leichten, vorausgesetzt, er hat sich angeschnallt. Sein Gewinn an Sicherheit geht aber überproportional zu Lasten des Unfallpartners, führt also zu insgesamt weniger Sicherheit.

Als mobile und zivilisierte Gesellschaft müssen wir uns fragen: Wie wichtig ist uns die Sicherheit des Unfallpartners, wie die der Zweiradfahrer, der Fußgänger und der spielenden Kinder? Hier helfen radikale Leichtigkeit, geringe Geschwindigkeit, weiche Außenflächen und rücksichtsvolles Fahren.

Es gibt noch weitere Aspekte:

  • Das kleine Fahrzeug lässt mehr Platz auf den Straßen, um auszuweichen, das große führt viel eher zum Zusammenstoß.
  • Im kleinen Fahrzeug fährt man rücksichtsvoller und defensiver.
  • Da Leichtfahrzeuge nur die aus der Beschleunigung ihrer Eigenmasse entstehenden Kräfte wegstecken müssen, können sie eine ausreichend steife Fahrgastzelle ohne viel Gewicht haben.
  • Gurte, Kopfstützen, Airbags, stoßabsorbierende Schaumstoffe sind allesamt äußerst leichte Komponenten und können selbstverständlich auch in Leichtfahrzeuge eingebaut werden.

Bei der Konzeption des carbikes haben wir all diese Punkte berücksichtigt:

  • Seine Struktur besitzt rundum Deformationszonen aus Energie absorbierendem Material.
  • Je drei groß dimensionierte Längs- und Querträger nehmen die Kräfte auf.
  • Ein Spaceframe aus hochfestem Material schützt bei Überschlägen.
  • Sicherheitsgurte sind serienmäßig, Airbags optional.
  • Die zentral unter den Sitzen angeordnete Batterie ist durch zusätzliche Schockabsorber optimal geschützt und sorgt für einen tief liegenden Schwerpunkt.
  • Eine relativ weiche Außenhaut in der oberen Karosseriehälfte mindert das Verletzungsrisiko für Fußgänger und Radfahrer.
  • Das carbike verfügt über eine zonengesteuerte Geschwindigkeitsanpassung per GPS. Dies allein senkt das Unfallrisiko erheblich.

In einer umfassenden Sicherheitsbetrachtung, die alle wesentlichen Aspekte berücksichtigt, zählt das carbike zu den sichersten Fahrzeugkonzepten überhaupt.